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Schulchronik der Oberschule Taucha

Vorwort

In den 1930er Jahren erhöht sich die Einwohnerzahl in Taucha in einem Zeitraum von zehn Jahren von ca. 7.000 Menschen auf mehr als 16.000 Menschen.
Eine Ursache für diese Entwicklung ist die Expansion der Rüstungsindustrie. Die MIMO (Mitteldeutschen Motorenwerke) und die HASAG (Hugo und Alfred Schneider AG) lassen sich in Taucha nieder.
Die Schülerzahl steigt von 1050 auf 1860 stark an. Hinzu kommen noch die 650 Berufsschüler. Es dauert noch vier Jahre, bis die heutige Oberschule Taucha ihre Türen öffnet. 

Unsere Schule zur Zeit des Nationalsozialismus

02.04 1936

Bürgermeister Dr. Uhlmann erklärt beim zuständigen Ministerium die Notwendigkeit eines Schulneubaus in Taucha.

11.03.1939

Die Grundsteinlegung für den Schulneubau erfolgt.

07.04.1939

Die Schule wird noch unfertig durch den ersten Rektor Neuhoff feierlich eröffnet. Der Unterricht wird mit 250 Schülern in acht Klassen aufgenommen.

08.06.1939

Richtfest

02.11.1940

Die Schule wird nun offiziell und feierlich unter dem Namen ,,Hermann-Göring-Schule" eingeweiht.

1940

Der Leipziger Bildhauer, Bruno Eyermann, erschafft den die Schule bewachenden Löwen. Die nationalsozialistische Symbolik am Löwen aber auch im Schulgebäude selbst wird nach dem Ende des II. Weltkrieges entfernt.

04.11.1940

Die Schüler der Volksschule I (heute Geschwister-Scholl-Gymnasium) sowie die Berufsschüler werden nun in der ,,Hermann-Göring-Schule" unterrichtet.

03.05.1943

Die ersten 23 Schüler werden als Luftwaffenhelfer in Greppin bei Bitterfeld ausgebildet.

04.12.1944

Nach dem Bombardement auf Leipzig werden Geschädigte in der ,,Hermann-Göring-Schule“ untergebracht. Der Unterricht fällt bis auf Weiteres aus.

20.02.1944

Der Nordflügel der Schule wird bei einem Luftangriff getroffen. Es gibt neun Verletzte.

ab März 1944

Der Schulbetrieb wird in Hilfsräume ausgelagert.

Unsere Schule nach dem II. Weltkrieg und in der DDR

Schuljahr 1945/46

Der Unterricht wird in dem durch den Luftangriff beschädigten Gebäude wieder aufgenommen.

1947

Erste statische Berechnungen zum Wiederaufbau der Schule erfolgen.

Juli 1953

Erste Räume werden durch bauliche Maßnahmen des NAW (Nationales Aufbauwerk) wieder für den Unterricht freigegeben.

05.10.1953

Das Lehrerehepaar Voigt gründet gemeinsam mit zehn Schülern eine Rollschuhgruppe.

23.12.1953

Einweihung des Stalinstandbildes

16.10.1955

Die Bauarbeiten an der Schule sind vollständig abgeschlossen.

23.06.1957

Auf dem Schulgelände der Mittelschule Taucha wird die Rollschuhbahn eingeweiht.
(Das Ehepaar Voigt wird in den Jahren 1958-1960 DDR-Meister im Rollschuhtanz.) 

1959

Mittelschulen in der DDR erhalten den Namen ,,Polytechnische Oberschule". Die Polytechnische Oberschule Taucha ist nun zehnklassig.

12.01.1965

Einweihung des Hofgebäudes, welches für Arbeitsgemeinschaften, den Hortbetrieb und später als Unterrichtsräumlichkeit genutzt werden soll.

24.04.1968

Die Polytechnische Oberschule Taucha wird zu Ehren des tödlich verunglückten Kosmonauten, Wladimir Komarov, in „Wladimir-Komarow-Schule“ umbenannt.

1973

Fr. Gottfried gibt ihren Posten als Schulsekretärin nach jahrzehntelanger Tätigkeit frei. Für sie kommen Fr. Heider und Frau Lebe.

01.04.1987

Ines Spangenberg wird Schulsekretärin. Fr. Heider wird als Schulsekretärin verabschiedet.

1989 - 2013

1990

Fr. Lebe wird in den Ruhestand verabschiedet.

01.08.1991

Umbenennung der „Wladimir-Komarow-Schule“ in „Mittelschule des Freistaates Sachsens“.

Schuljahr
1991/ 92 

Die Mittelschule wird in einem großen Umbau saniert. Neue Fenster, Fachkabinette, Schulräume und die Wasserinstallationen werden erneuert. Die Bauarbeiten dauern das gesamte Schuljahr an.

1994

Durch den Neubau der Grundschule II. werden die Grundschule und der dazugehörige Hort aus dem Gebäude der heutigen Oberschule Taucha herausgelöst. Bis dahin fungiert das heutige Grundschulgelände als Schulgarten und Rollschuhbahn der Mittelschule.

August 1999

Ulrike Denkinger wird für die kommenden 19 Jahre Schulsozialarbeiterin.

2002

Umsetzung des Programms „MEDIOS“, welches den Schülern erstmals die Nutzung moderner Unterrichtsmittel erlaubt.
Engagierte Eltern und Lehrer gründen einen Förderverein, der die Schule auf vielfältige Weise unterstützen wird. Fr. Marx ist die erste Vorsitzende des Fördervereins.

August 2003

Frank Baumann wird Schulleiter der Mittelschule Taucha.

30.03.2006

Die Mittelschule Taucha setzt ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Waffen - „Junge Menschen nicht allein lassen.“

2008

Erarbeitung des Schullogos ,,Wir schaffen Zukunft".
Geräteraumanbau an die Turnhalle.

2010

26.01.: „Unterricht mit Faust, Graffiti, Sütterlin und Laufsteg“ – Tag der offenen Tür.
16.09.: Die Mittelschule feiert Geburtstag. Historischer Unterricht zum 70. Geburtstag.

09.07.2011

Andreas Kießling wird Schulleiter der Mittelschule Taucha.

2013

01.08.: Die Mittelschulen im Freistaat Sachsen werden zu Oberschulen umbenannt. Wir nennen uns fortan „Oberschule Taucha.“
20.11.: Der Parkettfußboden der Turnhalle wird saniert.

2014 - heute

22.10.2014

Unter der Trägerschaft des DRK- Kreisverbandes Leipzig- Land und der engen Zusammenarbeit mit der Oberschule Taucha wird der Jugendklub Taucha wiedereröffnet.

2015

Karl Krogull, der letzte Hausmeister der Oberschule Taucha, der gemeinsam mit seiner Familie die Hausmeisterwohnung im Schulgebäude selbst bewohnt hat, wird nach über dreißig Jahren im Dienst in den Ruhestand verabschiedet. Auch die ihm vorangegangenen Hausmeister Herr Kowolik und Herr Wollny bewohnten bereits diese Räume.

August 2016

Christine Simon, die seit 1991 stellvertretende Schulleiterin und geschätzte Kollegin im Dienst ist, wird kommisarische Schulleiterin der Oberschule Taucha.

August 2017

Kathrin Beer wird neue kommissarische Schulleiterin der Oberschule Taucha.

02.03.2018

Die Schulhausmesse findet unter dem Motto „Olympia ruft, mach mit“ statt. Ihr ist ein einwöchiger fächerverbindender Unterricht vorausgegangen.

Tradition der Schule

Die Seidenraupenzucht hat eine lange Tradition an der Oberschule Taucha. Sie wird lange bis nach dem II. Weltkrieg auf dem Dachboden der Schule fortgeführt. Aus ihrer Seide werden im II. Weltkrieg Fallschirme hergestellt. Die Maulbeerbäume, dessen Blätter die Seidenraupen fressen, säumten vor vielen Jahrzehnten das komplette Schulgelände. Ein einziger Maulbeerbaum, welcher hinter dem Geräteschuppen der Hausmeister steht, ist uns bis heute erhalten geblieben. Er ist der Zeitzeuge, welcher die vollständige Geschichte unserer Schule kennt und wird daher besonders gepflegt.

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