Eine bewegende Zwischenbilanz voller Kreativität, Mitgefühl und starker Stimmen.

Ein starkes Fundament für unsere Zukunft: Die FREI DAYs zu den Kinderrechten an der Grundschule am Park

 

  • Gemeinsam auf dem Weg zur UNICEF-Kinderrechteschule: Eine bewegende Zwischenbilanz voller Kreativität, Mitgefühl und starker Stimmen.
Am 05. und 12. Juni 2026 war sich die Grundschule am Park einmal mehr ein Ort des intensiven Nachdenkens, des kreativen Schaffens und des Mitgefühls. Die Lernbegleitungen organisierten zwei besondere FREI DAYs, die ganz im Zeichen der Kinderrechte standen. Auf unserem ambitionierten Weg, eine zertifizierte UNICEF-Kinderrechteschule zu werden, war diese Zeit ein Meilenstein. Sie bot die Gelegenheit, innezuhalten, eine Zwischenbilanz zu ziehen und zu sehen, wie tief das Bewusstsein für Gerechtigkeit bereits in unseren Schülerinnen und Schülern verwurzelt ist.
Eine Besonderheit an beiden Tagen war eine Premiere. Wir erhielten Besuch von jeweils sechs Schülerinnen und Schülern der Fröbelschule in Delitzsch, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Aufgeschlossen und freudig, unerschrocken und aktiv beteiligten sich alle Kinder gemeinsam an den Angeboten. Diese Begegnung hat gezeigt, dass Kinderrechte uns alle verbinden – unabhängig von Herkunft oder Voraussetzungen.

 

  • Ein Herzensprojekt getragen von großem Engagement
Ein solch tiefgründiges und bewegendes Erlebnis für die Schulgemeinschaft entsteht nicht von allein. Hinter diesen beiden Tagen steht eine hochengagierte und feinfühlige Vorbereitung durch das gesamte Team der Lehrkräfte und aller Unterstützenden. Mit unermüdlichem Einsatz, einer durchdachten Konzeption de Angebote und einer spürbaren Herzenswärme haben sie die komplexen Themen der Kinderrechte so aufbereitet, dass sie für die Kinder emotional greifbar und verständlich wurden.
Das Team schuf einen geschützten Raum, in dem auch schwere Themen wie Kinderarbeit behutsam aufgefangen wurden. Dieser großartige Einsatz zeigt, dass die Lernbegleitungen den Weg zur Kinderrechteschule nicht nur als Pflichtaufgabe verstehen. Die Schulleitung blickt mit großem Stolz und Anerkennung auf diese Teamleistung, die das Fundament für das soziale Miteinander an unserer Schule nachhaltig stärkt.
Mit diesem facettenreichen und liebevoll gestalteten Angeboten wurden die Kinder eingeladen, sich aktiv mit ihren eigenen Rechten und den Lebensrealitäten von Kindern weltweit auseinanderzusetzen.

 

  • Eine Reise der Sinne und des Wissens
Die Lernräume der Schule öffneten ihre Türen für ganz unterschiedliche Entdeckungsreisen. Auf einer „Kinderrechtereise“ verliehen die Schülerinnen und Schüler den abstrakten Rechten eine greifbare Form: Sie fertigten farbenfrohe Armbänder an, bei denen jede Perle eine tiefere Bedeutung trug. Gelb stand für das Recht auf Gleichheit, Blau symbolisierte das Recht auf Bildung, Orange leuchtete für Freizeit und Spiel, und Grün erinnerte an das fundamentale Recht auf Gesundheit. Diese Armbänder können die Kinder nun als sichtbares Zeichen ihrer Würde und ihres Wissens am Handgelenk tragen.
In einem weiteren Raum wurde der Kontrast zwischen einer Welt mit und ohne Rechte spürbar. An interaktiven Stationen, hinter deren QR-Codes sich spannende Aufgaben verbargen, erforschten die Kinder sensible Themen wie das Recht auf Privatsphäre, das Recht auf Bildung sowie den Schutz vor Kinderarbeit.

 

  • Emotionale Einblicke und starke Stimmen
Das Kinderrechte-Kino berührte die Herzen der jungen Zuschauer und regte zum gemeinsamen Gespräch sowie zum Nachdenken an. Die wahre Geschichte von Riday, einem Jungen, der als Kind in einer Lederfabrik arbeiten musste, bis eine engagierte Person ihm den Schulbesuch ermöglichte, hinterließ Eindruck. Sie machte den Kindern bewusst, wie wertvoll das Recht auf Bildung, freies Spiel und eine unbeschwerte Kindheit ist.
Unter dem Motto „Ich habe eine Stimme“ wurde die Schule laut und bunt. Die Kinder gestalteten eine lange Wimpelkette, pressten eigene Buttons und entwarfen ausdrucksstarke Protestschilder. Ihre darauf notierten Gedanken und Forderungen zeigten deutlich: Unsere Schülerinnen und Schüler schauen nicht weg, sie beziehen Stellung.

 

  • Magie der Worte und der Darstellung
Auch die Kunstformen des Theaters und der Literatur bekamen ihren Raum. Im Improvisationstheater bewiesen die Kinder enormen Mut und Empathie. Sie brachten Kinderrechte auf die Bühne, stellten Ungerechtigkeiten dar und spielten gemeinsam kreative Lösungsansätze durch.
In der Schreibwerkstatt „Wortzauberei“ entstanden zeitgleich tiefgründige, selbst verfasste Gedichte und Geschichten, die den Rechten der Kinder eine poetische und bleibende Stimme verleihen.

 

  • Raum für Information und Gemeinschaft
Wer tiefer in die Materie eintauchen wollte, fand im Foyer eine liebevoll eingerichtete Informationsecke. Umgeben von einer Vielfalt an Fachbüchern und Heften nutzten viele Kinder die Gelegenheit zum Nachschlagen und Verweilen. In Lernräumen und im Foyer der Schule regten zudem strukturierte Legekreise zu intensiven, gemeinsamen Gesprächen an.
Das sichtbare, lebendige Symbol dieser beiden Tage wuchs im Laufe der Zeit unübersehbar heran: Unser Kinderrechtebaum. Jedes Kind verewigte sich darauf mit einem Handabdruck in den leuchtenden Farben des Regenbogens. Inmitten dieser bunten Blätterkrone stehen nun die handschriftlichen Gedanken der Kinder – ein kraftvolles, buntes Versprechen für die Zukunft.
Diese FREI DAYs haben gezeigt, dass Kinderrechte an der Grundschule am Park keine bloßen Paragraphen sind. Sie werden von unseren Schülerinnen und Schülern zugänglich und verständlich gemacht.

 

  • Ein mitreißender Abschluss
Den Höhepunkt fand das Projekt im gemeinsamen Abschlussplenum. Hier wurde mit vielen Kindern der Kinderrechtetanz zum Lied „Ich darf das“ fleißig geübt und voller Stolz und Energie aufgeführt. Dieser Moment hat noch einmal verdeutlicht, dass Kinderrechte an der Grundschule am Park keine bloßen Paragraphen sind. Sie werden von unseren Schülerinnen und Schülern gefühlt und gefeiert.

 

  • Ein tiefes Dankeschön
im Namen der Schulleitung, der Steuergruppe, der Elternvertretung sowie des Fördervereins gilt dem Team aus Lehrkräften und Unterstützenden, deren gemeinsame und unermüdliche Arbeit diese Tage erst möglich gemacht haben. Gemeinsam gehen wir gestärkt den nächsten Schritt auf unserem Weg zur UNICEF-Kinderrechteschule.