Aktionismus im Schulgarten und Besuch eines stachligen Wildtieres

Das Wetter spielt uns in die Karten. Viele Tage ist es nun bereits sonnig gewesen. Am 06.03.2026 wurde das frühlingshafte Gute-Laune-Wetter genutzt, um die Aktionen im Schulgarten der Schule voranzuschieben. Nachdem in den vergangenen Tagen gebuddelt, ausgegraben, sortiert und ausgerümpelt wurde, entstand neuer Platz für Licht, Pflanzen und Schulgartenarbeit. Zwei riesige neue Hochbeete sind heute entstanden. Vor allem Kinder aus den 4. Klassen sind am Um- und Aufbau beteiligt. Aus Paletten wurden die Hochbeete zusammenbaut. Mit Schrauber, Nägeln, Hammer und Händeschutz entstanden in wunderbarer, selbstständiger Handarbeit zunächst 2 Hochbeete. Diese wurden professionell mit verschiedenen Schichten gefüllt. Wie so ein Hochbeet überhaupt funktionieren kann, haben die Kinder vorher gründlich recherchiert und sich dabei eine Menge Gedanken gemacht. Die Lernenden sowie die Lernbegleitungen hatten einen aufregenden, arbeitsreichen und unterhaltsamen FREI DAY. Ein großer Dank geht dabei auch an unsere Hausmeister, die in der Vorbereitung und am Heranschaffen der Paletten und der Erde beteiligt waren. Ein bisschen muss noch gewartet werden, bis die Hochbeete bepflanzt werden können. Doch die Pflanzzeit beginnt ja soeben erst.

In der Zwischenzeit fand sich kurz vorm Abschlussplenum besonderer Besuch in der Schule ein. Oskar aus der 3. Klasse forderte alle Anwesenden im Plenum mit den Worten zur Ruhe auf: „Hey, hier ist ein echter Igel in der Schule, also Ruhe, ok!“ Und tatsächlich: Tina Ullrich, erfahrene Igelfachfrau und -päpplerin brachte einen ihrer stachligen Schützlinge, Igel Olli, mit in die Schule. Im Plenum gab sie wertvolle Einblicke in ihre Arbeit mit den Igeln und streute vielfältige Informationen. Ganz wichtig ist die Information, dass die Hauptnahrung der Igel Insekten sind und vor allem Würmer und Schnecken nur eine Notnahrung darstellen, weil die Igel leider immer weniger Insekten finden. Die Ersatznahrung macht die Igel zwar für den Moment satt, bringt den Stachlern jedoch auch gefährliche Krankheiten. Tina bedankt sich übrigens im Nachhinein bei allen Kindern für die Rücksichtnahme und für das wache Interesse.

Wie gut, dass wir im Schulgarten darauf achten werden, besonders insektenfreundliche und heimische Blühpflanzen anzubauen sowie Insektenhotels anbringen. Dadurch gelingt es uns hoffentlich, die nützlichen Tierchen anzulocken.

Und ein kleines, gehütetes Geheimnis können wir hier verraten: Auch auf unserem Schulgelände ist ein Igel eingezogen. Er wurde kürzlich im Winterquartier entdeckt. Aber psst, wir verraten nicht den genauen Ort, damit der Igel dort bleibt und im Schulgelände eine Heimat finden kann.