Hineingeschaut: offene Lernwerkstatt (oLW)

Immer dienstags dürfen die beiden 1. Klassen im ersten Block in der offenen Lernwerkstatt gemeinsam lernen. Gemeinsam lernen bedeutet hierbei auch, dass klassenübergreifend gearbeitet wird. Zu Beginn wird der durchaus klassenspezifische Tagesplan auf ganz unterschiedlichen Wegen mit den Kindern in der Klassengemeinschaft besprochen. Sind die Aufgaben klar, beginnt die Lernarbeit, klassenübergreifend und in verschiedenen, sehr gut vorbereiteten Lernräumen.

Den Kindern bereitet es offensichtlich viel Freude, aktiv und handelnd an ihren vielfältigen Pflicht- und Zusatzaufgaben zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für eine Aufgabe oder für eine Übung und wählen dann den entsprechenden Raum. Da gibt es den Matheraum, den Deutschraum, einen Raum, um Buchstaben ganz individuell verstehen zu können, einen iPad-Raum und sogar das Foyer. Hier sind heute Seile in Buchstabenform ausgelegt gewesen. Die Kinder laufen auf der Buchstabenform und nehmen diese ganzkörperlich auf. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler selbstständig unterwegs, lernen in Einzel- oder Partner-, aber auch in Gruppenarbeit gemeinsam. Unterstützung und Begleitung finden unsere Kinder jederzeit im Team der 1. Klassen.

Toll und hoch interessant, welche Beobachtungen und individuelle Lernbetreuung hierbei möglich sind.

In der Zwischenzeit hat sich sogar ein Mischfrühstück etabliert. Das bedeutet, die Kinder dürfen sich auch mit Kindern und Freunden aus der Parallelklasse zum Frühstück zusammenfinden.

In der Abschlussreflexion werden einige Übungen, Hürden und Lieblingsaufgaben besprochen.

Das Lern-Arrangement, also die Gestaltung des unterrichtlichen Inhalts im Hinblick auf die Auswahl angemessener Methodik, Didaktik und Passung auf die Lernvoraussetzungen der Schulkinder, ist ganz individuell aufbereitet und eingesetzt. Mit viel Vorbereitung und Hingabe widmen sich die verantwortlichen Lehrkräfte dieser wöchentlichen Aufgabe.

Die offene Lernwerkstatt funktioniert allerdings nur so lange so gut, wie ausreichend Lehrpersonal zur Verfügung steht.

Unsere Kinder und wir haben großes Glück!